
Ohrenschmerzen durch Zugluft
Wir alle reisen gerne. Sei es zu Verwandten und Freunden oder eben in den Urlaub. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn man die Zeit dort nicht genießen kann. Zu Ohrenschmerzen kommt es gerne, wenn wir auf einer längeren Reise zu viel kalte Luft, Fahrtwind oder Zugluft abbekommen.
Aber auch nach einer kurzen Strecke mit dem Cabrio, auf der man sich die frische Luft durch die Haare sausen lässt, klagen nicht selten anschließend die Ohren. Fahrtwind ist oft, neben Zug- oder kalter Luft, ein typischer Auslöser für Ohrenschmerzen. Die Zugluft begünstigt eine Reizung des Gehörgangs und kann sogar eine Entzündung – in der Fachsprache Otitis externa – hervorrufen. Selbiges gilt für Autofahrten mit offenem Fenster im Allgemeinen oder Bootstouren, bei denen Sie oder Ihre Kinder sich auf dem Deck aufhalten.
Das Wichtigste in Kürze:
Auf Reisen passiert es schnell, dass wir durch Zugluft Ohrenschmerzen bekommen.
Seien Sie vorsichtig bei zu starkem Fahrtwind. Dieser begünstigt eine Otitis externa.
Achten Sie darauf, nicht im Durchzug zu stehen oder zu sitzen.
Checkliste zur Überprüfung von Ohrenschmerzen durch Zugluft
Doch wie erkennen Sie am besten, dass es sich bei Ihnen oder Ihrem Kind um eine Reizung oder Entzündung des äußeren Gehörgangs handelt? Anhand der für Sie zusammengestellten 3-Punkte-Checkliste, erfahren Sie, worauf Sie achten müssen:

3-Punkte-Checkliste
Oftmals kündigt sich eine Irritation oder Entzündung des äußeren Gehörgangs mit einem unangenehmen Juckreiz an.
Bei genauem Betrachten des Ohrs lässt sich mitunter eine Rötung oder Schwellung des Gehörgangs erkennen.
Hin und wieder kommt es ebenfalls vor, dass die von Ohrenschmerzen betroffene Person über ein Fremdkörpergefühl im Ohr klagt.
Wichtig: Verwenden Sie in einer solchen Situation auf keinen Fall Wattestäbchen! Diese führen lediglich dazu, dass die Haut des Gehörgangs noch weiter gereizt wird. Auch von Tropfen zur äußerlichen Anwendung sollten Sie ohne ärztliche Absprache absehen. Das liegt vor allem daran, dass das Ohr nicht einsehbar ist und im Falle eines Trommelfellrisses lokale Tropfen kontraindiziert sind, weil sie das Mittelohr beschädigen würden. Generell gilt, wenn bei Ihnen oder Ihren Kindern Schmerzen oder ein Druckgefühl im Ohr auftreten, suchen Sie einen Arzt auf.
Ohren, Kopf und Hals schützen
Natürlich ist es am besten, wenn es erst gar nicht zu den leidigen Ohrenschmerzen kommt. Um sich vor Zugluft oder Fahrtwind zu schützen, gibt es einige Tipps:
Kleider machen nicht nur Leute, sondern schützen auch Ohren, Kopf und Hals vor Wind und Kälte. Packen Sie sich am besten immer gut ein, wenn Sie mal wieder eine Runde mit dem Cabrio drehen.
Darüber hinaus sollte der Kopfbereich immer gut vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Eine Baseballkappe hilft da nicht sonderlich viel gegen Fahrtwind oder Zugluft, da die Ohren frei bleiben. Besser geeignet sind Tücher, Schals oder entsprechende Kopfbedeckungen, die die Ohren ebenfalls mit einschließen.
Was dabei oft vergessen wird: Schmerzhafte Verspannungen im Nackenbereich, die oftmals durch starken Fahrtwind oder Zugluft ausgelöst werden, können ebenfalls bis in die Ohren ausstrahlen. Das ruft unangenehme Beschwerden hervor, die durch schützende Kleidung vermieden werden können. Also immer dem Wetter und der Aktivität entsprechend anziehen!

Ohren bedecken schützt vor Zugluft
FAQ

Was Sie noch interessieren könnte
Achten Sie nach Möglichkeit immer darauf, dass weder Sie noch Ihr Kind konstant kalter Luft, einer Klimaanlage oder einem Luftzug ausgesetzt sind. Auch bei einer längeren Autofahrt sollten Sie schauen, nicht permanent die Fenster unten zu haben, sodass Ihre Ohren und die Ihres Kindes von Ohrenschmerzen verschont bleiben.
Vermeiden Sie es generell, im Durchzug zu stehen oder zu sitzen. Bei kalten Temperaturen empfiehlt es sich außerdem, die Ohren mit einer Mütze zu schützen oder eine andere Kopfbedeckung zu tragen. Für Kinder gilt dies insbesondere.
